After great pain a formal feeling comes–
The nerves sit ceremonious like tombs;
The stiff Heart questions–was it He that bore?
And yesterday–or centuries before?

The feet, mechanical, go round
A wooden way
Of ground, or air, or ought,
Regardless grown,
A quartz contentment, like a stone.

This is the hour of lead
Remembered if outlived,
As freezing persons recollect the snow–
First chill, then stupor, then the letting go.

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(Emily Dickinson)

Sunshine, Lollipops and Rainbows

Um 10.42 Uhr, 52.50808 Grad Länge, 13.45456 Grad Breite, explodierte plötzlich sein Kopf ,und sein Körper verkrampfte sich. Das Radio war gerade bei Minute 1:10 des Liedes „Sunshine, Lollipops and Rainbows“, mit dem Lesley Gore im Jahre 1965 den Platz 13 der Billbaord Charts erreichte.

Panik machte sich breit in seinem Körper. Seine Sinne schrien etwas wie: „Dreckskerl, verreck doch!“ Hierauf verkrampfte sein Körper noch mehr, und Tränen schossen ihm in die Augen, als sei er vor anderen geschlagen worden eine Erfahrung, die ihm bis jetzt erspart geblieben war. Blitzschnell dachte er an Messer und Köpfe, die an Wände geschlagen wurden bis sie bluteten.

Seine Lungen schienen die Zufuhr von weiterer Atemluft zu verweigern. Sein Atem ging flach. Seine Hände waren zu Fäusten geballt, und schlugen gegen seinen Kopf. Wenn er gekonnt hätte, er hätte geschrien. Dazu fehlte ihm der Atem, aber in seinem Kopf dröhnte der Schrei um die Stimmen zu übertönen.

Dann rastete der Bolzen wieder ein. „Hallo Panik, du Scheißkerl, du schon wieder?“ Atmen ging wieder. Luft strömte ein und aus.

Ruhe breitete sich wieder aus. Dunkel, aber beruhigend.

 

Grundsätzliches über Belästigung.

„Token? Ich kapiers jetzt! Ich kapiers nicht!“ (Stanley Marsh)

Jetzt ganz vorsichtig. Nachdenken wie ich mit Frauen umgehe. Kann ich sagen das ich mich immer „korrekt“ verhalten habe? Abgesehen vieleicht von miesen kleinen Gedanken. Geht es um sie? Nein. Geht es darum das ich ein „Mann“ bin? Nein, obwohl ich mich schon manchmal für meine „Geschlechtsgenossen“ schäme.

Ich kann sagen das ich niemals einen Menschen angefasst habe der es nicht wollte. Immerhin. Es ist traurig das das so selten scheint. Hab ich immer alles getan um es zu verhindern? Ich weiß es nicht. Dafür schäme ich mich. Selbstanklage also? Auch darum geht es nicht.

Es geht darum das es immer (ich wiederhole es gerne: IMMER) scheiße ist jemanden auf seinen Körper zu reduzieren. Punkt! Es ist IMMER scheiße jemanden zu berühren der das nicht möchte. PUNKT!

Wehren ist da natürlich legitim, aber wer sagt die ist doch selbst Schuld, die hat sich nicht gewehrt, hat es nicht verstanden. Meiner Meinung nach. Natürlich soll man es tun. Das bringe ich der Prinzessin jeden Tag bei, und ich zittere vor dem Tag an dem ich mitbekomme das sie belästigt wird.

„Aber Frauen können doch auch Täter….“ Ja. Na und? Macht die Sache nicht besser. (Ja, ich möchte nicht als „lecker“ etc.. bezeichnet werden. und ja, ich würde mich wehren.) Ist keine Rechtfertigung für irgendetwas.

Nicht alle Männer sind so! Stimmt. Wenn du nicht so bist, fühl dich einfach nicht angesprochen.  Schau genau hin WAS sie sagen. Nämlich (in den meisten Fällen) nicht das alle Männer scheiße/sexisten etc. sind. Sondern das es diese Männer gibt, und sie keine Einzelfälle sind. Nicht mehr und nicht weniger. Und ich finde es ist nicht zuviel verlangt, darübe nachzudenken was man alltäglich denkt/macht. Und die „Kumpels“ nicht immer zu verteidigen.

Und es ist nicht zuviel verlangt, auch als Mann den Mund aufzumachen und zu sagen: „Hör auf damit! “ Nicht mehr und nicht weniger!

Attraktiv finden ist weiterhin erlaubt! Ansprechen ist weiterhin erlaubt! Traurig, das man das anscheinend dazu sagen muss. (Nein heißt nein. Auch so etwas was anscheinend immer noch nicht alle wissen.)

Ich jedenfalls wünsche weiterhin den Frauen denen soetwas passiert ist und/oder soetwas passiert viel Kraft! Und Menschen die zu ihnen stehen!

Denn es geht hier nicht um mich.

Eis und Krähen.

Irgendetwas an ihrer Kleidung war seltsam. Nicht gewollt seltsam, was mir auffiel. Alles passte zu gut, als dass es eine Verkleidung gewesen wäre. Ich kenne mich mit Mode nicht so aus, aber alles passte nicht hierhin. Nicht in diese Zeit. Aber sie trug es mit Selbstverständlichkeit. So als wäre es Kleidung die sie trug. Nichts weiter. Schwer zu erklären.
Warum ich sie trotzdem nicht ansprach, wusste ich. Warum sie mich ansprach, jedoch nicht.
„Das beste an dieser Zeit, ist die Eiscreme. Ihr unterschätzt so etwas. Definitiv.“, sagte sie mit einer Stimme die zwar fröhlich klang aber definitiv ernst meinte was sie sagte. Ich sah die Frau an und antwortete nicht. Sie hatte bestimmt recht, aber ich konnte das nicht entscheiden, ich kannte nur diese Zeit. Dann sah ich wieder den Krähen zu.
Auf der Wiese kämpften Krähen einen geheimen Kampf.Sie schimpften sehr laut aufeinander. Nur eine schien mich anzusehen, ich kannte das schon. Ich winkte ihr zu.
„Wussten sie, das man früher geglaubt hat, das Raben ins Totenreich fliegen und zurückkommen konnten?“ Sie war immer noch zufrieden mit sich. Seltsamerweise gefiel mir das. „Öhm, nein. Ich kenn mich mit solchen Dingen nicht aus.“ „Macht nichts. Macht gar nichts.“ Ich schaute sie mir wieder an. In ihrem Gesicht war kein bisschen Selbstzufriedenheit. Nur Wissen.
„Kommt jetzt eine Lehre?“ „Lehre?“ „Naja, bringen sie mir bei wie man sein Leben lebt?“ „Nein. Ich möchte mich nur unterhalten. Sie scheinen zu viele Romane gelesen zu haben.“ Hmm, da konnte sie recht haben.
„Aber sie kommen doch aus der Vergangenheit, oder?“ „Mag sein. Dadurch bin ich aber auch nicht schlauer.“ „Außer bei Eis.“ Ich lächelte. „Außer bei Eis.“ Sie nickte ernst. Nur ihre Augen lächelten.

Der Bär

Durch den Schnee

stapfend, kuschelig

aussehend, doch gefährlich,

wandert einsam

der Bär.

 

Der Wind weht

von vorne.

Kälte kommt von

allen Seiten.

Er sucht

seine Höhle.

 

Die Narbe

über seinem Auge

erzählt von

Kämpfen.

 

In seiner Höhle

legt er sich ab

um im Frühling

wieder zu essen,

zu Kämpfen

und andere Tiere

zu treffen.

Ich liebe sie.

Meine Arme

auf dem Rücken,

mein Mund

verschlossen,

sehe ich auf zu ihr.

 

Ich liebe sie!

 

Sie bestimmt.

Macht was sie

will mit mir.

Ich lächel

sie lächelt zurück.

 

Ich liebe sie!

 

Lange habe

ich gesucht.

Ich komme

nach Hause.

Ich gehöre

ihr!

 

Es gibt keine Liebe

ohne Schmerzen.

Ich liebe sie!

Traumbeschreibung

Ich wachte auf und konnte mich nicht bewegen. Dachte darüber nach, ob ich vieleicht träume. Nein, stellte ich fest, ich liege da so wie ich ich eingeschlafen bin.

Gleichzeitig fühlte ich eine Bedrohung. Niemand war da. Trotzdem. Bedrohung.

Worauf ich aufwachte und bemerkte das ich mich nicht bewegen konnte. Seltsam. Muss ich aufstehen? Was mach ich jetzt? Und warum fühle ich immer noch diese Angst. Nicht von Menschen oder Tieren. Vieleicht von mir…

Wieder wachte ich auf. Wieder das gleiche. Ich sah mich nicht als handelne Person, sondern aus meinen eigenen Augen. Mittlerweile weiß ich immerhin das ich träume. Bewegen kann ich mich immer noch nicht… Ich fragte mich ob ich jemals aufwache..

 

Ich-Schwäche

„Wer sind wir..ich..du..nun eigentlich?“

Das fragte der 12jährige. Er ist ein ziemlicher Philosoph. Will auch ständig schlaue Bücher lesen, die er dann nicht versteht.

„Naja, ich glaube ihr seid ein Teil von mir. Also seid ihr..naja ich…also das was mich ausmacht.“ „Und warum spaltest du dich dann nochmal ab?“ „Irgendwer muss ja die Kontrolle haben.“

„Das ist jetzt aber nicht sehr neu und kreativ.“ Irgendein blöder Hipster mischte sich ein. Ich musste aber zugeben, das er recht hatte. Oder kommen ihnen diese Gedanken nicht auch bekannt vor? (Vom Ansprechen des Lesers will ich hier gar nicht reden. Postmoderne ist nicht mehr modern, Alter!)

„Und wer bist du nun?“ „Ihr alle. Plus X. Glaube ich.“ „Plus X?“ „Naja, das ist ein Ort, eine Person, die selbst ich nicht kenne..“ „Ganz schön kompliziert.“ „Ich weiß.“