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Nach Hause gehen

Er ging von der Schule nach Hause. Allein. Wie immer.

Jeder der Steine und jeder der Büsche hatte eine besondere Bedeutung, die nur er kannte. Er hätte sie warscheinlich nicht einmal erklären können. Es war wie in einem Computerspiel. Federn, Pilze, Kisten, Münzen. Nur das es bei ihm Farben und Steine und Muster waren. Er war eh nicht gut in diesen Spielen. Nur in diesem..

Er dachte an seinen Lieblingsplatz auf dem Schulhof. Dem Schulhof dieses alten Schulgebäudes, dem er gerne zuhörte. Geschichten von anderen Schulkindern. Gescheiterten und Glücklichen. Nicht das er an sowas glaubte. Er war kein Medium. Es war mehr ein Gefühl, und eine Rückkopplung der Bücher die er las.

Sein Kopf war voller Abenteuer und Geschichten. Nie würde er sie weitererzählen, nur in seinem Kopf waren sie lebendig. Kamen sie doch einmal aus seinem Mund heraus, verloren sie an Lebendigkeit.

Er war sich selbst ein Rätsel und allmählich begann er sich dessen zu schämen. Er las Bücher über Psychologie und Philosophie um zu begreifen was mit ihm nicht stimmte. Um einen Namen dafür zu haben. Reden konnte er nicht darüber.

Er ging weiter. Sprang in Gedanken über eine Schildkröte. Eine kleine Melodie erklang.

Bald würde er zuhause sein.

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Über lnmyschkin

Grummeliger Bär und Denker. Schreiber von Geschichten und Gedichten.

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