Veröffentlicht am

Pathos!

„Ich wäre auch gerne Weise“
(B.Brecht/An die Nachgeborenen)

Ich gebe zu, ich folge immer noch manchmal einem falschen Pathos. Ich würde gerne sagen, das mir sowas nicht mehr passiert. Aber ich weiß, das ist eine Illusion. Ich werde es wieder tun. Mich schlechter machen als ich bin, nur um mich zu erhöhen. Es ist lächerlich, ich weiß.

Versteht mich nicht falsch: Ich bin ein Romantiker. Nicht einer von denen die die „gute alte Zeit“ loben; die es ja doch nie gegeben hat. Keiner von denen, die davon träumen das nur noch die Gefühle regieren. Das ist blödsinniger „Kleiner Prinz“ Unsinn. Sehen tut man mit den Augen. Man denkt mit dem Verstand. Und die Gefühle liegen in dem gleichen Gehirn, in dem auch der Verstand liegt. Das  sich Vertsand und Gefühl zuweilen streiten liegt nur daran, das alles andere Stillstand bedeuten würde. Man braucht beides. Jane Austen wusste das. ( Ich werde es zuweilen noch vergessen.)

Ja, ich sehne mich nach Nähe. Gleichzeitig fürchte ich sie. (Und hab ich nicht mit beidem recht?) Ich bin ein Hochstapler, wie jeder. Ich trickse. Und ich gehöre nicht dazu. Und doch bin ich in den Gehirnen von einigen von euch. Und es fühlt sich gut an.

Der Alltag frisst mich auf. Aber hatte das Mittelalter nicht recht Heldentaten „Arbeit“ zu nennen? Soll ich mir einen Krieg wünschen, nur damit ich mich nicht langweile? Das wäre so ziemlich das niedrigste was ich mir denken könnte. Die Zeiten sind unruhig genug. Es gibt sie die Kämpfe. Und die „Gefahrengebiete“. Wir werden da noch einiges erleben. Stille ist Spießerwunsch? Nein, nur das Stillhalten wo man seine Stimme erheben sollte. Und eine Welt in der eben keine Ausländer gejagt werden und die Menschen glauben dürfen was sie wollen und den (meinetwegen Aber-) Glauben des/der Anderen akzeptieren und der Kapitalismus keine Kinder mehr frisst, wäre eine sehr schön ruhige, glaubt es mir. (War das jetzt wieder Pathos? Ja, aber gerechtfertigter.)

Ja, ich werde bald wieder nicht mehr weiter wissen. Mich alleine fühlen. Ich bin es. Weil ich mein Leben lebe. Und ich bin es nicht. Weil es euch gibt. Die die mich kritisieren -was ich manchmal nicht ertrage- und die die mich in den Arm nehmen. Was ich auch manchmal nicht ertrage. Dazwischen räume ich auf. Schreibe Texte. Gute und schlechte. Und die, die ich schlecht finde werdet ihr vielleicht am besten finden. Dazwischen werde ich da sprechen wo ich lieber geschwiegen hätte, und den Mund nicht aufmachen wo ich lieber gesprochen hätte.

Ich werde weiter den Himmel betrachten und mich auf das Meer freuen. Aber ich werde dabei über mich lachen.

Werbeanzeigen

Über lnmyschkin

Grummeliger Bär und Denker. Schreiber von Geschichten und Gedichten.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s