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Ende ohne Anfang (Keine Geschichte)

„Man darf dem Nagel den man auf den Kopf zu treffen hofft nicht zu nahe sein. Und lieben darf man ihn schon gar nicht.“
(E.Kästner)

Ja, ich bin nicht wirklich gut von mir zu schreiben. Ich brauche eigentlich ein wenig Abstand. Gefühle sind zu nah. Also „echte“. Dann lieber gute Worte und Geschichten. Bilder. Ihr wisst schon.

Aber jetzt geht es darum etwas loszuwerden. Es nieder zu schreiben. Im doppelten Sinne. Aber von Anfang an.

Ich hatte mich vor ca. einer Woche verliebt. Naja, zumindest schöne Gefühle entwickelt. Die auch geteilt wurden. Zwar alles „virtuell“, aber immerhin: Sie wohnt auch in Berlin. Erste Hürde genommen. Und was noch besser war: Ich hab nicht gezweifelt. Naja, aufgepasst natürlich, aber nicht gezweifelt. Es fühlte sich gut an. Einfach. Sie ist Mutter. Also hatten wir auch immer Gesprächstoff. Bald wollten wir uns treffen. Es wurde immer besser.

Dann trafen wir uns. Im Caffè. Und ich konnte mich tatsächlich unterhalten. Ich verkrampfte nicht. Machte sie sogar nervös. Auf eine gute Weise. Dann irgendwann mein Fehler. Ich nahm sie mit nach Hause. Fehler deswegen weil meine Wohnung recht gut meine Verwirrungen und meine Dämonen sieht. Und die konnte sie jetzt sehen. Sie ist selbst nicht so stark. Hat ihre eigenen Dämonen. Ich will sie hier auch gar nicht schlecht machen. Jedenfalls möchte sie jetzt Abstand. Ich verstehe das.

Trotzdem. Ich bin verletzt. Ich ärgere mich. Über mich selbst. Ich möchte das alles nicht. Ich denke die ganze Zeit: „Ich sollte es lassen.“ Ich weiß, das sind normale Gedanken. Es ist alles sehr frisch. Nicht aufgeben und so. Ich glaube aber das da irgendwo der berühmte „Punkt“ liegt. Da wo meine Schwierigkeiten mit Menschen immer anfangen. Und das ich immer das Gefühl habe, etwas verstecken zu müssen. Nicht meine Schwäche. Nicht meine Fantasien. Nicht einmal meine Dämonen. „Wenn sie dich wirklich liebt…“ Wirklich? Ich weiß was ich wert bin. Aber ich weiß auch, das man stark sein muss um mit mir leben zu können. Nur dachte ich das ich es diesmal schaffen könnte. Und es ist schon wieder so ein Ende ohne wirklichen Anfang. Ich traue mich zu genießen und dann ist es schon zu ende.

Ich weiß schon. Wieder aufstehen. Abwarten ob es wirklich zu Ende ist. Mein Leben weiter leben. Wird gemacht. Später.

Ich kann sie immer noch riechen. Vieleicht kommt noch etwas nach. Ich bin traurig. Mehr wollte ich nicht sagen.

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Über lnmyschkin

Grummeliger Bär und Denker. Schreiber von Geschichten und Gedichten.

7 Antworten zu “Ende ohne Anfang (Keine Geschichte)

  1. Schnipsel

    Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll.
    Ich drück dich.

  2. wochenbuch ⋅

    Oh nein. Mut wird immer belohnt. Dein Bauchgefühl hat Dir gesagt, dass es richtig war in dem Moment. Dein Herz auch. Wenn sie Dich wirklich liebt … :*
    (… ich weine)

  3. Ich habe Gänsehaut. Weil Du etwas beschreibst, das mir sehr vertraut ist… ich drück Dich

    Herzlich Stachelvieh

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