Das Geräusch von Regentropfen auf dem Asphalt

Ich sitze am Thresen.
(Was ich trinke ist egal)
Ich rauche nicht, nicht
einmal um das Bild
schöner zu machen.

Draußen regnet es so
als ob es nie aufhören
würde. Ich sitze da und
schweige. Ein Buch
vor mir.

Manchmal sehe ich
mir die Menschen an.
Und wundere mich
das ich zu ihnen
gehören soll.

Ich weiß, das ich
mehr könnte. Wenn
ich nur nicht so müde
wäre. Am Boden und
ausgezählt.

Deswegen fehlen auch
die Küsse. Und die
Geduld. Ich weiß das
es Menschen gibt denen
es schlechter geht.

Und die Moral? Liegt
irgendwo zwischen dem
Nichtrauchen und dem
nächsten Schluck und
den nie gewesenen Orgasmen.

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Ich am 16.02.2014 um 21.42 Uhr

Meine Zähne

fallen auseinander und

ich trinke zuviel

und ich bin zu oft

zu geil und

ich mache zu

viele Fehler

und

ich bemerke nicht wenn ich

geliebt werde

(trotz allem)

und ich

bin wunderschön

und ich träume oft von

Schwänzen und

weiß nicht warum

und ich

bin nicht für

Askese geeignet

und ich fuhr als Kind

Kettcar

und ich

bin HEILIG

und

immer blödsinnig

geistesabwesend

und

bin gerne berauscht

und

erfüllt von Vernunft

(auch wenn man es nicht bemerkt)

Und bin verwirrt von

den 10 000 Dingen

und ich sehe

zuviel oder zuwenig.

Und ich schreibe all dies

an einem Thresen

um

mich zu beruhigen

und mich zu spüren.

Bilanz

Die Nacht,
in der ich mit zwei Frauen
gleichzeitig tanzte. Einen
fast heidnischen Reigen.

Die Nacht,
in der ich alleine vor einer
sich leerenden Flasche Wein
saß und glücklich war.

Der Tag,
an dem meine Tochter mit
einer Hippiefamilie spielte,
es war heiß und wir aßen Würstchen.

Der Nachmittag,
an dem ich an ihrem Haar
riechen konnte. Mein Bein
zwischen ihren.

Der Tag,
an dem ich auf ihr lag.
Wir atmeten schwer,
und bald fing es nochmal an.

Abends
zieht man manchmal Bilanz.

Sonnensonett

Die Sonne scheint auf deine Haare,
während sie untergeht, und wir
beide den Fluß dabei beobachten
wie er Schwäne auf sich trägt.

Die Sonne färbt dein Gesicht
orange, während du den letzten
Schluck Wein nimmst und das
Gesicht verziehst. Lachend.

Die Sonne verabschiedet sich.
Still und Langsam, so wie sie
es schon immer getan hat.

Die Sonne bescheint auch unsere
Beine, die ein wenig rot sind und
sehr schmutzig. Bald ist es Nacht.

Wein und Humor

Und wenn ich dann das
letzte Glas Wein trinke
und das Leben ein
großer Schwindel ist.
(Aber ein großartiger.)

Und wenn ich wieder in
den Armen von jemanden
liege der sich gut anfühlt
und der Regen wieder warm ist.
(Von der Armen ganz zu schweigen.)

Und wenn ich wieder
einmal lachen kann
und das Essen schmeckt
und die Luft nicht abgestanden.
(Ich atme gerne tief.)

Und wenn ich wieder
bei den Menschen ankomme
mit meinen Blicken und
meinen Worten.
(Vom Körper ganz zu schweigen.)

Und wenn ich selbst beim
Fehlermachen erfolgreich bin
und nichts weniger als
lebendig.
(Und bei euch.)

Dann werde ich
genug Mut, Klugheit
und Humor haben um
nicht durchzudrehen.
(Von der Liebe ganz zu schweigen.)