Veröffentlicht am

Wachtraum

4.42 Uhr auf einer weißen Matratze mitten in einer kleinen Wohnung. Er liegt zwischen Traum und Wachen. Wachträume und Schlafträume gehen ineinander über. In seinem Blut zirkulieren verschiedene Substanzen. Er bewegt sich nicht.
Er sieht Bilder. Riecht, schmeckt und fühlt Dinge die nicht in diesem Zimmer sind. Seine Gedanken streifen Körper. Sehen geliebte und begehrte Menschen. Männer und Frauen. Sie lächeln ihm zu. Seine Brust hebt und senkt sich. Es tut weh. Er fühlt ihre Wangen, Schenkel, Hintern. Schmeckt das leicht salzige am Hals einer durchtanzten Nacht. Er spricht und schweigt. Auf einmal kann er die Sprache der Augen. Nimmt alles auf.
Er fühlt Liebe und pure Geilheit. Sanfte Freundschaft und den Hass der aneinander treibt. Prügelt sich hemmungslos. Saugt das Blut von den Lippen. Verletzt und wird verletzt. Befiehlt und gehorcht. Er vertraut sich und den anderen. Noch immer bewegt er sich nicht.

Werbeanzeigen

Über lnmyschkin

Grummeliger Bär und Denker. Schreiber von Geschichten und Gedichten.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s