Wiederholungen

Die Begegnung
mit Menschen
und die Gespräche.
Aber ich bin kein Gegenüber.

Das gesunde Leben.
Bewegen. Eins nach
dem anderen. Immer
weiter. Bewegen.

Es ist anstrengend.
Aber das
ist es ja immer.
Der Wolf ist müde.

Angst vor sich selber.
Oder der Abwesenheit
davon. Müde vom
Warten.

Unzufrieden mit
dem Körper.
Unzufrieden mit
den Worten.

Unzufrieden mit
Wiederholungen.

Lieber Herr Rowohlt,

Wie ich eben höre, ist Harry Rowohlt gestorben. Er war, wenn ich überhaubt soetwas habe, ein Vorbild für mich. Als Mensch und als Bär.

We would prefer not to

nein es ist kein runder Geburtstag, aber ich wollte Ihnen schon seit ein paar Jahren was schreiben. Zumal ich mir ihren Geburtstag gut merken kann. Nämlich einen Tag nach mir. (Und 30 Jahre vor mir.) Und was? Naja, ein Dankeschön. Wofür? Dafür muss ich etwas ausholen, denn es ist einiges. (Keine Abschweifungen versprochen. Das können sie sehr viel besser.)

Zunächst für die „Grüne Wolke“. Weil sie damit nämlich einem ruhigen, etwas ängstlichen kleinen Jungen ein wenig Rotwelsch beigebracht haben. (Verfatz dich, du schräger Singvogel!) Und mich damit etwas mutiger gemacht haben.

Dafür das sie mir den Unterschied zwischen einem elisabethanischen und einen jakobinischen Shakespeare erklärt haben. Schreddelgitarre eben.

Das sie mir gezeigt haben, das es schön ist ein Bär zu sein. Groß, stark und doch fein.

Das sie mir gezeigt haben, das man älter werden kann ohne völlig zu verblöden, oder die Gedanken seiner Jugend völlig ad acta zu legen…

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Sommertag

Wieder diese Zeit
in der der Körper
unter dem Schweiß
verschwindet,

Menschen draußen
sitzen und die Sonne
einem ins Gesicht
schlägt.

Die Zeit der Fruchtfliegen
und der Verwesung.
In der die Menschen
tanzen und sich lieben.

Hitze lähmt das Gehirn
und alles was hilft
ist kaltes Wasser.
Überall hin.

Oben, hoch oben
fangen Schwalben
Insekten und Fliegen
umschwirren mich.

Und kein Entrinnen.
Nur eine Dusche.
Viel Spass euch.
Ich träume von
Eisbären.