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Männer. (In eigener Sache)

Es ist Arbeit. Jeden Tag. Der Drang jede Minute mich zu beschweren.. Über mich. Über mein Leben. Dass objektiv nicht so schlecht ist. Das ich schon wieder an diesem Punkt angelangt bin, nervt mich. Mache meinen Rücken gerade und trinke noch etwas Wasser. Mache mich bereit unter Menschen zu gehen. Weiß nicht wohin. Arbeite. Reiße mich zusammen. Lerne meinen Körper zu deuten. Und eure Körpersprache. Berührungen gehen immer besser. Habe Angst vor Reizüberflutung. Erlebe sie täglich. Müsste mein Leben anders planen. Es ist schon besser geworden. Bestimmte Gedanken sind nicht mehr so stark. Ich weiß, ich bin stark. Ich möchte stark sein, nicht hart. Nicht dieses „männlich“ was jetzt überall so gefeiert wird. (Nur weil sie sich jetzt waschen sind sie nicht „weiblicher“ geworden…) Als Kind wollte ich manchmal Kleider tragen. Nicht weil ich ein Mädchen sein wollte. Ich mochte einfach Kleider. (Ich mag sie immer noch.) Ich mochte auch die „Mädchenthemen“ lieber. (Bis auf Pferde..) Nach den neuen Trends wäre ich heute wohl viel bei den Mädchensachen. Es stört mich. Sehr sogar. Nicht weil ich mich schämen würde. Sondern weil ich nicht möchte, das ich so eingeengt werde. Ja, ich bin ein Mann. Deswegen möchte ich aber trotzdem meine Gefühle ausleben. Ich sein. Mutig und trotzdem gefühlvoll. (Und ich möchte mich verlieben können in wen ich will ohne das ich mich entscheiden muss, aber das ist vielleicht ein anderes Thema.) Ich möchte Vater sein ohne das es heißt, das ich dafür verantwortlich bin, dass ich das Geld heranschaffe.
Ich versuche schon lange etwas über „Männlichkeit“ zu schreiben. Das alles sind hier erstmal ungeordnete Gedanken die raus mussten.

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Über lnmyschkin

Grummeliger Bär und Denker. Schreiber von Geschichten und Gedichten.

2 Antworten zu “Männer. (In eigener Sache)

  1. Sanguine

    Jetzt mal langsam, bist du ein Mann oder eine Frau? Ich dachte bisher, du bist eine Frau. Was nicht böse gemeint ist. Der Text ist für mich jetzt etwas verwirrend. Ich weiß gar nicht, warum ich das dachte.

    Wie dem auch sei, ich finde es gut, dass du das hier schreibst. Ja, Männer müssen die starken sein, manchmal auch die Versorger, gehen arbeiten, Abends warten dann Frau und Kinder, dann schlafen. Und wann bleibt Zeit, mit sich selbst im Reinen zu bleiben? Ist doch egal, Männer haben ja nicht so die Gefühle wie Frauen.

    Mit sind gefühlvolle Männer lieber, die Holzköpfe habe ich aus meinem Leben so gut wie verbannt, weil die zu verletzend sind für meinen Geschmack.

    Verliebe dich, schreibe Gedichte, habe deinen Geschmack für schöne Kleider, führe Gespräche, die du magst. Ganz einfach, nichts daran ist verkehrt.

    Vor einer Weile sah ich einen Freund, der beim lesen seiner Gedichte zu weinen begann. Das hat zwar hier mit nichts zu tun, aber das war ein wirklich schönes Erlebnis.

    Mann kam gefühlvoll sein, und dennoch stark (oder gerade deswegen)… Und wenn dir etwas zu viel wird, mit der Arbeit zum Beispiel, dann halte das nicht einfach nur irgendwie aus, versuche eine Lösung zu finden.

    • Hallo und danke erstmal.
      Ich hab es nie als Beleidigung genommen wenn man mich für eine Frau gehalten hat. (Was mir allerdings nie passiert wenn man mich sieht, sehen tut man es sehr deutlich, glaube ich 🙂 ) Ich mag meine gefühlvolle Seite auch an mir, und ich will mich bestimmt nicht zum „Opfer der Gesellschaft“ stilisieren. Nur deutlich machen, das auch Männer manchmal mit den starren Rollen nicht zurechtkommen, also durchaus von Feminismus profetieren. (Ist nur schwer zu beschreiben..)
      Ich versuche eben gerade zu lernen mich und alle meine Seiten anzunehmen. Dazu will ich sie beschreiben.
      (Und ich versuche auch gerade zu lernen nicht zu wenig oder zu viel mich herauszuziehen.)

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