Veröffentlicht am

Ein paar Fragen

Da draußen ist all der Lärm, da sind die Menschen. Da ist alles was ich fürchte. Da draußen sind aber auch Menschen die ich brauche und an die ich nicht herankomme. Ich spreche gar nicht oder eine andere Sprache. Nur im Geschriebenen fühle ich mich wirklich wohl.
Oft spürte ich die Anforderungen. Bin ich doch nicht dumm. Nichts ist aus mir geworden. (Alles hätte ich werden können.) Macht es was aus das ich eine Krankheit habe? Eine mittelgradige? Eine die Niemand sieht. Auch ich nicht. Nicht mal nach stundenlangen in den Spiegel schauen? Nein, mir gehts gut. Das ist es was ich bin. Ich will nur nicht versinken. Ich soll aufhören nach mir zu suchen. Vielleicht ist da gar nichts. Und trotzdem: Wer bin ich? Ich verstehe ja auch nicht was daran so wichtig ist. Und was mich trennt. Was und wo die Mauer ist.
Ich bin:
melancholisch
lyrisch
zynisch
schwierig
selbstanklagend
ein guter Zuhörer
ein kluger Kopf
ein fühlend Herz
Nicht festgelegt.

Was will ich mehr? Warum stecke ich noch in meiner Pubertät? Wo hakt es, das ich immer die selben Fragen stelle? Warum überschätze ich Dinge die kein Problem sein sollten? Warum ermüdet mich das da draußen so? Wo ist diese Realität?
Wo ist diese Haut? Warum fühle ich diesen Sex nicht? Liebe nicht? Sehe nicht was Menschen von mir wollen? Gerate ich in Panik wenn mich jemand anlächelt?
Ist das noch meine Depression? Oder etwas anderes? Warum denke ich das da noch etwas ist? Weil es da bei jedem etwas ist?

Werbeanzeigen

Über lnmyschkin

Grummeliger Bär und Denker. Schreiber von Geschichten und Gedichten.

4 Antworten zu “Ein paar Fragen

  1. Goddess Of F*cking Things Up ⋅

    Auch wenn „das“ (noch) keinen Namen hat, ist es trotzdem da.

    Ich glaube es gehört zum Mensch-Sein dazu, mehr zu wollen – von sich selbst und vom Leben. Und ich glaube auch, dass das dabei hilft, weiter zu machen und weiter an sich zu arbeiten, statt nur die Hände in den Schoß zu legen.

    • Ja. Ich glaube auch, das es gerade so verwirrend ist WEIL ich mich aufmache. Bemerke was ich will und nicht will. Und das braucht Mut. Mut den ich habe, der aber manchmal auch anstrengen ist.
      Danke für deinen Kommentar. Er stärkt.

  2. Diese Warum fragen, die einen so quälen können… ich weiss…. sie entstehen glaube ich….wenn man sich..oder/ und ich mich mit anderen vergleiche….. und bewerte.. mit den Augen der anderen und/oder der Eltern sich sehen z.B.
    Weiteratmen.. einfach weiteratmen, sage ich mir dann..
    S.

    • Das seltsame ist das ich mich immer wieder als so „unabhängig“ sehe. Ich denke so oft das mir „die anderen“ nichts ausmachen. Das stimmt sogar oft. Aber eben nicht immer.
      Danke für deinen Kommentar.
      (Weiteratmend geschrieben.)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s