Ode an einen Bären

Dein weiches Fell, dein
tapsiger Gang lässt anderes
erwarten.Fällst du um macht
es dir meist Spass.

Geschickter Jäger und Angler.
Gefährlich für den Feind und
doch friedlich. Eigensinnig
und geduldig.

Wanderst lange Strecken.
Beschützt deinen Nachwuchs.
Weißt alleine zu leben.
Bist Gourmet.

Ich fühle mit dir.
Du bist mein Vorbild.
Lass uns weitergehen.
Groß, tapsig, geschickt und liebenswert.

Ich im Radio (Teil 3)

Leider kann ich nicht weitermachen in meiner Radio MAE. Aber einen Beitrag hab ich noch gemacht. Er beschäftigt sich diesmal mit Milch/Honig. Einer interessanten Dichterin/Fotografin. Ich habe einen kleinen…nennen wir es Radioessay geschrieben.
Ich möchte an dieser Stelle Milch/Honig dafür danken das sie mir erlaubt hat ihre Texte zu verwenden.
(Und ihre Texte seien an dieser Stelle noch mal wärmstens empfohlen.)

Ermutigung

Das Problem ist keine Worte
zu finden.
Stumm zu bleiben mit vielen
Worten.
Sich immer wieder abzulenken
von all dem Lärm.
Und trotzdem nicht zu vergessen
mitzumachen.
Zu lachen. Zu trinken. Zu singen.
Und all das was so sinnlos erscheint.
So laut und falsch.
Zu sehen wo die Schönheit liegt.
In Asphalt und Baum.
Kein Widerspruch.
Nur zwei Punkte.

Amoktraum

Ihm träumte.
Er träumte von Amok.
Schüsse fielen aus einem
Auto das eine verängstigte
Fahrerin fuhr. Menschen
fielen um und starben im
dunklem Park.
Gespräche wurden geführt
und auch der Amokläufer
weinte.

Ihm träumte.
Nachdem er in der Nacht nicht schlief,
verschlief er den Tag.
Er erschrak über seinem Menschenhass
und ging Bluesmusik hören.
Unerkannt.

Waldspaziergang

Kurze Stunden draußen
wie gestohlen weil man
scheinbar nicht arbeitet
und nur der Stille lauscht.
(Und manchmal einem Specht.)
Alte dumme Lieder fallen dir
ein, aber um die geht es nicht.
Wir wissen doch worum es geht.
Aber die Kräuter riechen herrlich.
(Und der Schlaf hier tut gut.)
Vielleicht kann man das hier
doch genießen, ohne sich die
böse alte Zeit zu wünschen.
Liebe funktioniert ja auch noch.
(Sie wird sogar vielfältiger.)
So lass uns denn umarmen und
liegenbleiben später essen
wir etwas und genießen das Leben.
Und machen keinen Lebensplan daraus.
(Und wehren uns gegen die Oberförster des Lebens.)