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Ich

Ich
Poet, Vater und Bär
lebe weiter und werfe mich lächelnd
und mit traurigen Augen dem Alter entgegen.
Knabenblütenträume sind nicht mehr vorhanden
und das ist auch nicht weiter schlimm.
Ich esse und trinke und schlafe
und manchmal bin ich betrunken.
Ich bestehe aus Blut, Gedärmen und Gedanken.
(Und manchmal bin ich angefüllt von Insekten.)
Ich sehe die Sonne, den Straßenstaub
und die Menschen dazwischen sich quälen.
Ich sehe die Schönheit der Menschen
und versuche keinen Unterschied zu machen.
Ich bin voller Lust und Phantasien
in denen ich dich an die Wand drücke und beherrsche.
(Wenn du es magst.)
(Und manchmal bin ich auch seltsam keusch.)
Oft bin ich blödsinnig geistesabwesend.
Ich bin heilig und du bist es auch.
Ich fühle auch mein weibliches Ich.
Und manchmal bin ich einsam in diesem Zimmer.
Ich sehe auf aus dem Fenster auf den Hinterhof.
Ich
Poet, Vater und Bär
lebe weiter und werfe mich lächelnd
und mit traurigen Augen dem Alter entgegen.

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Über lnmyschkin

Grummeliger Bär und Denker. Schreiber von Geschichten und Gedichten.

3 Antworten zu “Ich

  1. textgruen

    Verneigung, ernsthaft, aber nicht unterwürfig…
    …und ein oder zwei Bemerkungen,
    die nur Poet, Vater und Bär angehen.

  2. lyrifant

    Eine schöne Allianz: Poet, Vater und Bär – und zum Brummen schön ist auch die Formulierung „werfe mich lächelnd und mit traurigen Augen dem Alter entgegen“.

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