Zimmer aufräumen.
Vor dem Fenster regnet es.
Der Müllsack kommt raus.

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Spass alleine

Auf dem Bett liegen.
Alleine sich räkeln.
Hände wandern. Meine.
Gedanken wandern lassen.
Brustwarzen stellen sich auf.
Beine gehen hoch und runter.
Nase bildet sich Geruch ein.
Bilder entstehen.
Atem wird tiefer.
Strümpfe werden gefühlt.
Es wird geriffen, geschlagen
und geküsst.
Alles ist möglich.
Alles wird getan.
Bilder entstehen.
Atem wird tiefer.
Füße verkrampfen.
Bald wird es klebrig,
Bald explodierst du.
Bald hast du Ruhe.
Bald lächelst du.

Die heilige Nutte

Das sind die Nächte in denen alles
möglich scheint.
Und du weißt das genau das
es furchtbar wäre.
Das sind die Nächte in denen
du weißt das du all die Bilder
in den Museen anschreien möchtest
und die 9. Symphonie so hören möchtest
wie Beethoven sie gehört hat.
Du fliegst mit Günderodes Luftschiff.
Stammelst kerouackisches Benzedringestammel.
Heulst Merzurlaute.
Du küsst kurz den blauen Jungen.
Dann verbrennst du schreiend
die Sonnenblumen von van Gogh
bevor Dr. Faustus dich ersticht.
Die Scham überlebt dich.
Das Lacrimosa.
Du verscherzt es dir mit allen.

Sonett

Vogelgesang durch das geöffnete Fenster.
Regen macht die Luft leicht.
Im Zimmer immer noch Chaos.
Die Zeit dreht ihre Runden so wie immer.

Wieder hat das Treffen nicht funktioniert.
Unsere Weltsichten passen nicht.
Wir wenden unsere Körper ab voneinander.
Wieder scheint alleine sein die einzige Option.

Ich betrachte meinen Körper im Spiegel.
Sehe seine Schwächen und Unebenheiten.
Auch denke ich zuviel nach.

Ich denke an dich und wünschte ich würde dich lieben.
So funktioniert das aber nicht.
Und so lausche ich dem Vogelgesang durch das Fenster.

Rotwein/Nacht

Es ist Nacht und sie sitzen da. Engumschlungen reden sie und trinken. Im Hintergrund knistert eine Schallplatte Musik. Es ist Nacht und sie reden. Was sie reden ist eigentlich egal. Es kommt nicht darauf an. Sie sind traurig. Aber sie fühlen sich wohl. Lange haben sie getanzt. Bei sich zuhause. Alleine. Jetzt reden sie. Und trinken Rotwein. Sie berühren sich immer wieder. Spüren sich. Bald sind sie nackt. Jetzt trinken sie Rotwein. Hören Musik. Das ist alles was passiert. Heute. Morgen gehen sie aus und trinken die Gesellschaft von Menschen. Heute sitzen sie da, trinken Rotwein, sind atemlos und berühren sich. Später schlafen sie engumschlungen auf dem Fußboden ein.