Ehrlichkeit

Ich habe Angst vor dem Leben.
Ich sage Dinge.
Ich spreche mit dir.
Und weiß nicht was.

Ich versuche.
Ich denke nach.
Ich sollte vergessen.
Aber ich habe Angst.

Ich liebe Worte.
Ich habe Angst vor Menschen.
Ich weiß das es falsch ist.
Ich verstehe es nicht.

Ich rede mit dir.
Ich sage Dinge.
Ich habe Angst vor der Liebe.
Ich lebe.

Werbeanzeigen

Gesprächsfragment

-(Im Singsang)Ich lebe. Ich bin tot. Ich lebe. Ich bin tot.
-(ruhig) Das ist nicht witzig.
-(schweigt)
-Musst du immer so grundsätzlich werden?
-(schweigt)
-Rede mit mir.
-Nein.
-Nein, was?
-Nein, ich muss nicht immer so grundsätzlich werden.
-(schweigt)
-Es tut mir leid, ich bin nervös.
-Schon gut.
-Ich bin so außer mir.
-Ich weiß.
-Ich möchte nichts mehr sagen.
-Ich weiß.
-Ich möchte mich nicht mehr selbst bespiegeln. Es kommt nichts dabei heraus.
-Ich weiß. Du musst es ja auch nicht.
-Ich weiß.
-(schweigt)
-(schweigt, dann:) Hast du Angst?
-Angst ist langweilig.
-Hast du Angst?
-Ja.
-Vor mir?
-Auch. Ja.
-Wovor noch?
-Nichts mehr zu sagen zu haben. Vor den Menschen. Zu merken das ich ein Mensch bin.
-Was möchtest du sein?
-Ich weiß es nicht.
-Ich möchte in deinen Gedanken sein.
-Das bist du.