Vom Bett aus geschrieben

Wenn die Welt sich dreht
auch in deinem Kopf.
Wenn du nicht mehr mitlaufen
kannst, weil du im Bett liegst.
Wenn du nichts mehr mitbekommst.
Das da draußen geht dich nichts
mehr besonders an. Dein Blutdruck
ist ganz am Boden.
Du möchtest reden, gehörst aber
ins Bett. Nie war die Welt
verlockender, aber du kannst nicht
zu ihr. Du weißt du bist krank.
Das alles ist seltsam. Widersprüche
wieder einmal. Würde darüber nachdenken
wenn mein Kopf es zuließe.
Nur winken will ich.
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Selbstkritik

-Sag mal?
-Hmm?
-Findest du es nicht etwas undankbar?
-Was?
-Naja, das Gedicht?
-Nein.
-Nein.
-Du beschimpfst darin..
-Ich beschimpfe niemanden..das lyrische Ich…
-Komm mir nicht so!
-(Augenroll) Na gut, aber ich hab es nicht so gemeint.
-Wie hast du es denn dann gemeint?
-Ich wollte nur…naja es ging mir um eine Verwirrung..
-Gut ist Böse, Schwarz ist weiß?
-So in etwa.
-Kindisch.
-Ja, und? Soll man nicht?
-Nein.
-Nein. Man soll erwachsen werden.
-(Nachäffend) Man soll erwachsen werden. Ich scheiß drauf was man soll..
-Du hast angefangen. Und jetzt beruhige dich..
-Können wir uns wenigstens darauf einigen, nicht mehr „man“ zu sagen?
-OK, Klar.
-Warum muss es immer so düster sein?
-Die Welt ist eben manchmal düster…
-Ja, aber nicht immer..
-Soll ich etwa über rosa Plüschelefanten schreiben..?
-Nein, aber über das Leben.
-Hamses nicht ne Nummer kleiner?
-Ok, schreib doch darüber wie wundervoll es sein kann. Wie unkitschig. Wie klein.
-Aber davon versteh ich doch gar nichts.
-Doch, tust du.
-Hmmmm, das wird jetzt aber kein Manifest, oder?
-Ach, Quatsch!