Worüber wir schweigen.

Worüber sollen wir noch reden?
Was gibt es noch zu sagen?
Willst du mir noch mal sagen
das ich nicht mehr über Autos
meckern soll? Soll ich dir
nochmal sagen das du mich
nicht mehr unterbrechen sollst?
Ob etwas war, weiß ich nicht
aber ich weiß das es vorbei ist.
Mein Geruch geht dir auf die Nerven,
ich hasse dein Haar.
Wir sind beide schmutzig
durch unsere Worte. Das alles
fühlt sich an wie ein Sarg.
Ich bin am ende,
du schon darüber hinaus.
Jetzt sitzen wir hier
sehen jeder in eine andere Richtung
und die Stunden vergehen.

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Keine Worte mehr

Sie schaut dich an
und du schaust an
ihr vorbei und es
herrscht Stille.

Draußen ist es
dunkel und ihr
macht kein Licht.
Der Fernseher ist aus.

Sie möchte etwas sagen
aber du würdest es eh
falsch verstehen und
möchtest gehen.

Und da ist nichts mehr.

Ende ohne Anfang (Keine Geschichte)

„Man darf dem Nagel den man auf den Kopf zu treffen hofft nicht zu nahe sein. Und lieben darf man ihn schon gar nicht.“
(E.Kästner)

Ja, ich bin nicht wirklich gut von mir zu schreiben. Ich brauche eigentlich ein wenig Abstand. Gefühle sind zu nah. Also „echte“. Dann lieber gute Worte und Geschichten. Bilder. Ihr wisst schon.

Aber jetzt geht es darum etwas loszuwerden. Es nieder zu schreiben. Im doppelten Sinne. Aber von Anfang an.

Ich hatte mich vor ca. einer Woche verliebt. Naja, zumindest schöne Gefühle entwickelt. Die auch geteilt wurden. Zwar alles „virtuell“, aber immerhin: Sie wohnt auch in Berlin. Erste Hürde genommen. Und was noch besser war: Ich hab nicht gezweifelt. Naja, aufgepasst natürlich, aber nicht gezweifelt. Es fühlte sich gut an. Einfach. Sie ist Mutter. Also hatten wir auch immer Gesprächstoff. Bald wollten wir uns treffen. Es wurde immer besser.

Dann trafen wir uns. Im Caffè. Und ich konnte mich tatsächlich unterhalten. Ich verkrampfte nicht. Machte sie sogar nervös. Auf eine gute Weise. Dann irgendwann mein Fehler. Ich nahm sie mit nach Hause. Fehler deswegen weil meine Wohnung recht gut meine Verwirrungen und meine Dämonen sieht. Und die konnte sie jetzt sehen. Sie ist selbst nicht so stark. Hat ihre eigenen Dämonen. Ich will sie hier auch gar nicht schlecht machen. Jedenfalls möchte sie jetzt Abstand. Ich verstehe das.

Trotzdem. Ich bin verletzt. Ich ärgere mich. Über mich selbst. Ich möchte das alles nicht. Ich denke die ganze Zeit: „Ich sollte es lassen.“ Ich weiß, das sind normale Gedanken. Es ist alles sehr frisch. Nicht aufgeben und so. Ich glaube aber das da irgendwo der berühmte „Punkt“ liegt. Da wo meine Schwierigkeiten mit Menschen immer anfangen. Und das ich immer das Gefühl habe, etwas verstecken zu müssen. Nicht meine Schwäche. Nicht meine Fantasien. Nicht einmal meine Dämonen. „Wenn sie dich wirklich liebt…“ Wirklich? Ich weiß was ich wert bin. Aber ich weiß auch, das man stark sein muss um mit mir leben zu können. Nur dachte ich das ich es diesmal schaffen könnte. Und es ist schon wieder so ein Ende ohne wirklichen Anfang. Ich traue mich zu genießen und dann ist es schon zu ende.

Ich weiß schon. Wieder aufstehen. Abwarten ob es wirklich zu Ende ist. Mein Leben weiter leben. Wird gemacht. Später.

Ich kann sie immer noch riechen. Vieleicht kommt noch etwas nach. Ich bin traurig. Mehr wollte ich nicht sagen.