Ehrlichkeit

Ich habe Angst vor dem Leben.
Ich sage Dinge.
Ich spreche mit dir.
Und weiß nicht was.

Ich versuche.
Ich denke nach.
Ich sollte vergessen.
Aber ich habe Angst.

Ich liebe Worte.
Ich habe Angst vor Menschen.
Ich weiß das es falsch ist.
Ich verstehe es nicht.

Ich rede mit dir.
Ich sage Dinge.
Ich habe Angst vor der Liebe.
Ich lebe.

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Einige Tage

Manchmal, wenn du
nicht in das Zentrum
deiner Gedanken
findest.

Wenn du dein Ich
wechselst wie deine
Kleidung, voller Geschmack
aber doch unachtsam.

Wenn dir nichts bleibt
an dem du dich festhalten
kannst. Kein Ich, kein
Geschlecht, kein Zusammenhalt.

Wenn dir nur du selbst
bleibst, aber es das
einzige ist warauf du
dich nicht verlassen kannst.

Selbstreflexion

Alles steht auf dem
Prüfstand und wird
abgerissen damit ich
werden kann der ich bin.

Das Einfache ist ebenso
schwer zu schaffen wie
zu beschreiben. Worte
gehen nicht tief genug.

Ich gehe weiter unter,
lerne zu schwimmen,
lerne das Wasser zu mögen.

Angst vor der Zukunft.
Wut auf die Vergangenheit.
Aber gute Anlagen.

Gesang der Irrlichter

Und nicht mal Irrwege. Gar keine Wege. Nichts zu ändern. Du bist wie du bist. Und es ist nicht mal wichtig wie du bist. Das Leben geht vorbei und nichts ändert sich. Und nicht mal Irrwege nur falsche Gedanken und keine Kraft aufzustehen. Und trotzdem aufstehen. Sich nicht wie ein Märtyrer fühlen wollen und dumme alte Klischees bedienen. Und nicht mal Wege und das ganze ist langweilig. Und nicht einmal Sex und warum auch es fühlt sich ja doch falsch an. Und Zuwendung nicht spüren und wenn doch dann falsch. Zu viel falsch. Und nicht einmal Wege. Keine Irrwege. Und es können. Kein Sinn. Unwirklich. Keine Tode. Nichteinmal das. Keine Wege. Keine Auswege. Immer nur auf sich selbst schauen. Kein gutes Bild. Im Spiegel. Keine Worte. Zuviel Worte. Nur aus Worten bestehen. Keine guten Worte. Überleben. Keine Tode. Kein Sex. Keine Selbstliebe. Keine Wege. Nicht einmal Irrwege.

Befindlichkeiten

„Äußerlich“, ist in meinem Leben gerade nicht viel los. (Das ich ein neues Betriebssystem habe, ist da schon das Highlight.) Das wäre ok, wenn ich nicht so nervös wäre. Vielleicht weil ich gerade kein Ziel habe. Ich lebe in den Tag hinein und das ist zuwenig. Ich versuche meine Gedanken so zu Ordnen, das ich wenigstens über etwas…wichtiges schreiben kann. Es ist viel passiert in letzter Zeit. Ich sehe es, lese es. Ausgrenzung, Frauenhass, Stigmatisierung von Aspis zu Killern. (Um nur einige Beispiele zu nennen.) Alles schon immer dagewesen und doch..
Meine Gedanken dazu bewegen sich in einem Rahmen des „Betroffen seins“. Das hilft aber nicht. Nicht mir, nicht anderen. Also lasse ich es dann. Und ärgere mich über mich selbst.

Über mich selbst, und da ist ein Knackpunkt. Ich spreche, gefühlt, zu viel über mich selbst. (Nichts gegen Selfcare, ich bin auch kein Freund von Märtyrern.) Ich bin bei mir und schaffe es nicht auf andere zu zugehen. Mich anzuschließen. Ich stehe dazu Eigenbrödler zu sein. Ich will auch nichts anderes als MEIN Leben. Aber…

Mir fehlt ein Austausch. Mir fehlt der Punkt wo ich sagen könnte: „Ich bin nicht immer deiner Meinung, aber ich verstehe was du meinst. Ich habe das Gefühl das mich niemand versteht, aber das kann gar nicht sein. („Warum erzählt der Kerl jetzt darüber was er nicht erzählen will und tut es dann doch?)

Ich weiß auch was ich zu tun habe. Ich tue es nur nicht.

Danke fürs Zuhören.

Das Geräusch von Regentropfen auf dem Asphalt

Ich sitze am Thresen.
(Was ich trinke ist egal)
Ich rauche nicht, nicht
einmal um das Bild
schöner zu machen.

Draußen regnet es so
als ob es nie aufhören
würde. Ich sitze da und
schweige. Ein Buch
vor mir.

Manchmal sehe ich
mir die Menschen an.
Und wundere mich
das ich zu ihnen
gehören soll.

Ich weiß, das ich
mehr könnte. Wenn
ich nur nicht so müde
wäre. Am Boden und
ausgezählt.

Deswegen fehlen auch
die Küsse. Und die
Geduld. Ich weiß das
es Menschen gibt denen
es schlechter geht.

Und die Moral? Liegt
irgendwo zwischen dem
Nichtrauchen und dem
nächsten Schluck und
den nie gewesenen Orgasmen.