Zwei Hunde bellen.
Fünf Menschen irren umher.
Letzter Winterwind.

Werbeanzeigen

Der Gesang der Irrlichter

Obwohl die Sonne scheint,
ist der Weg nicht zu sehen.
Ja, das Essen ist gut.
Aber das ist auch alles.

Es ist nicht Kraft die fehlt.
Nicht Konzentration.
Ich trage schwarz auch
aus Überzeugung.

Es gibt viele Ziele.
Viele Gruppen.
Ich gehöre nicht dazu.
Aber das ist auch zu einfach.

Es gibt da draußen mehr
als Wäsche, Witze, Geschirr
und aufstehen. Nur schaffe ich
gerade nicht mehr.

Kein Schmerz.
Kein Drama.
Keine Tränen.
Nur das.

Schon wieder

Wieder mal die
Richtung wechseln.
Wieder mal die
Gefühle einfrieren.
Nun denn,
das kennen wir ja schon.

Wieder mal die
Orientierung finden.
Wieder mal alles
anders machen.
Und doch
bleiben wie man ist.

Wieder mal ein
neues Lied lernen.
Wieder mal in
den Ausguck klettern.
Und hoffen,
das da Land ist.

Wieder mal
den Kopf hochhalten.
Wieder mal
Verständnis zeigen.
Lächelnd
das richtige tun.

Wieder mal
ist das nicht das Ende.
Wieder mal
aufstehen und weitermachen.
Nun denn,
das kennen wir ja schon.

Hyazinthen

Für die, die geliebt werden, aber es nicht wissen.

Nun sitze ich hier,
und du bist nicht da.
Die Nacht ist da draußen,
und das Leben.

Ich fühle keine Eifersucht,
nur Neid. Auf dich und
was du erlebst. Mit mir
wäre das nicht möglich.

Nein, ich weiß schon
was du sagen willst.
Und du hast recht.
Ich könnte es sein.

Ich denke dein. Immer.
Und bin doch nicht..
Nein, wirklich nicht.
Nur Neidisch.

Ja, ich gefalle mir
in der Rolle.
Vielleicht sollte ich mich
prügeln oder schreien.

Vielleicht auch nicht.
Aber eins weiß ich:
Ich sollte aufhören
Phantomschmerzen zu lieben.