Kinderspiel draußen.
Während des grauen Tages
zwitschern die Spatzen.

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Sommer

Dies sind die Tage
in denen die Wespen langsam
irre werden.

Dies sind die Tage
an die wir uns erinnern
wenn wir uns an den
Sommer denken.

Dies sind die Tage ,
an die die Kinder später
denken, wenn sie
als Erwachsene Eis essen.

Dies sind die Tage,
an denen wir denken, dass
der Sommer niemals endet.
Oder das Leben.

Dies sind die Tage,
an denen selbst der Tod
wie das Leben riecht.

Schaue, rieche und genieße.
Bald kommt der Herbst.

Selbstgespräche

Ich saß wieder mal da, und schaute fern. Noch etwas Zeit bis ich wieder Papa war.

Ich gähnte und der Dreijährige nölte. Ihn interessierte nicht was da lief, aber ich kann nicht immer sehen was er will. Er nölte natürlich trotzdem. Nicht so die 14jährige. Sie schwärmte für eine der Schauspielerinnen. (Sie schwärmt leicht mal.)

„Pschhhht“, zischelte sie. „Aber das ist langweilig“, nölte er, „Ich will Cosmo & Wanda sehen.“ „Aber wir kennen die Folge doch schon.“ „Aber das ist langweilig.“ Ich seufzte. (Innerlich natürlich.) „Cosmo & Wanda können wir mit der Prinzessin wieder sehen, ok?“ „Menno.“ „Pschhht.“ Das war natürlich die 14jährige. Sie saß da mit verträumten Augen. Ich mag das.

„HEE, LEUTE SAUFEN?“ -Der 18jährige, er brüllt dauernd. Ich hoffe er nimmt keine weiteren Drogen.-  „PSCHHHHT“, machen nun wir drei. „IHR SEID SOOO LAHM!“ „Entschuldigung, aber er ist zu jung, sie auch und ich muss mich gleich um ein Kind kümmern.“  Besoffen murmelnd zieht er ab. Ich glaube, er mag es nicht das ich jetzt Papa bin.

„Kann ich Süßigkeiten?“ „Erstens heißt es DARF ich Süßigkeiten und zweitens: Nein.“ „Erstens, du bist doof und zweitens: Menno.“ Jetzt macht er schon die Prinzessin nach… „Pscht“

Ich freu mich schon wenn die Prinzessin kommt, und ich mit jemanden vernünftig sprechen kann.

 

Nudelauflauf

Es war nachmittags um ca 15 Uhr, als sich mein innerer Dreijähriger meldete. Das tut er häufiger wenn ich grad nichts „erwachsenes“ tue. (Naja, manchmal auch wenn ich das tue, deswegen gibt man mir besser kein Werkzeug in die Hand.) „Ich will EIS.“, plärrte er. (Er ist etwas ungezogen, weil ich so ein altkluges Kind war.) Ich ignorierte ihn, manchmal hilft das. „EIIISS!“, plärrte er weiter. „Nein.“, unterbrach ich das Plärren, „Wir hatten gestern Eis, eine ganze Packung ‚Strawberry Cheescake‘ und danach hatten wir Bauchschmerzen.“

„Hmpf.“ Jetzt war er beleidigt. „Mann kann nicht immer Eis haben.“, mischte sich nun die 14jährige ein. Die liebte Kinder und spielte viel mit dem Dreijährigen. „Will aber!“ Manchmal war er wirklich bockig. Ich seufzte. „Aber sie hat recht. Wollen wir nicht lieber noch etwas Nudelauflauf?“ (Manchmal ließ er sich überreden, er mochte auch solche Sachen.) Jetzt zog er einen Flunsch und sagte gar nichts mehr. Obwohl ich Papa bin, und kein schlechter glaube ich, war ich immer unsicher bei meinem eigenen, inneren Dreijährigen. Ich war, wie gesagt, ein altkluges Kind gewesen und nun war der Dreijährige unausgelastet. (Vom Sechsjährigen ganz zu schweigen, aber das ist eine andere Geschichte..)

Er schwieg und mukschte immer noch. „Hee.“ Ich stuppste ihn an. „He, du Feuertüte“ „Selba Feuertüte“ ,maulte er, aber ich merkte das er allmählich wieder auftaute. Ich kitzelte ihn. Er lachte.

„Tut mir leid, aber manchmal müssen wir vernünftig sein.“ Wir kuschelten mittlerweile.“ „Erwachsene sind doof. Und erwachsensein auch!“ „Ich weiß“ Ich seufzte. „Hast du noch Hunger?“ „Ja.“

Und dann aßen wir den Nudelauflauf und warteten darauf das meine Tochter aus der Schule kam.

Meine erste Geschichte, oder: Das Krokodil

Ich glaub ich war ein kluges und ruhiges, aber kein besonderes Kind. Den Quatsch, das Kinder besondere Menschen wären, habe ich allerdings damals schon nicht geglaubt und mich gewundert wie albern sich die Erwachsenen mit Kindern haben.

Aber auf eine Sache bin ich dann doch stolz: Meine erste Geschichte!

Ich war in der Grundschule, warum wir etwas schreiben sollten, weiß ich nicht mehr.

Also: (Die Geschichte hatt keinen Titel.)

Das Krokodil ging zum Fluß.

 

Darunter schrieb meine Lehrerin: „Geht die Geschichte noch weiter?“

Worauf der junge Autor, selbstverständlich, antwortete: „Nein“

Warum sollte die Geschichte auch weitergehen? Alles wichtige ist gesagt, mehr wäre überflüssig.