Das Lächeln

Es wird kälter
und ich gestehe:
Meiner Haut gefällt es.
Es wird dunkler
und ich sehe:
Die Menschen hasten nach Hause.
Nehmen Zuflucht
in der Wärme
und warten auf den Sommer.
Ich aber trinke Wein
und versuche meinen Körper
zu spüren und ihn zu lieben.
Mir gegenüber sehe ich ein Lächeln
und obwohl es mir nicht gilt
freut es mich.
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Das ist alles.

Kann sein, dass da
draußen die Welt ist,
und ich in diesem Körper
stecke und ich wirklich
da bin. Ich hab keine Angst.

Vielleicht benutze ich zur
Zeit zuviel den Konjunktiv
und trage meine Möglichkeiten
wie die Kleidung und wechsel
sie sehr häufig.

Ich glaube, ich lächel
wenn ich ernst bin und
schaue ernst wenn ich
lächeln sollte. Das hat
dich bestimmt erschreckt.

Das
ist alles.

Traumbeschreibung.

Eine große Menge Menschen stehen und sitzen um einen Pool herum. Die Stimmung ist gereizt. Es geht um etwas politisches. Etwas zwischen Männern und Frauen. Ich weiß nicht warum, aber ich stehe auf der Seite der Frauen. Sie scheinen die besseren Argumente zu haben.

(Nicht, das ich wirkliche Argumente ausmache. So ist das in Träumen.)

Es wird diskutiert, gestritten. Die Stimmung kocht hoch und beruhigt sich wieder.
Alles mündet in ein Konzert. Es gefällt allen Besuchern. Es gibt Musik und Lesungen. Wir sitzen auf dem Boden. Auf einmal scheine ich der einzige Mann zu sein. Aber ich scheine kein „Fremdkörper“ zu sein. Alle lächeln mich an. Streicheln mich. Küssen mich. Obwohl alle auf ihre weise schön sind, ist es nichts sexuelles. Nur Schönheit und Freundschaft. Ich kann spüren wie sie mich mögen. Fühle mich geborgen.

Einmal liege ich auf dem Boden. Ich spüre viele Hände an meinem Gesicht. Sie streicheln mich. Ich sehe viele lächelnde Gesichter.

Dann wache ich auf.