Leben in Büchern

Ich hatte zwar einige Freunde,
doch am besten verstanden mich immer noch die Bücher.
Und so lag ich auf Wiesen, Sofas und Betten herum
und unterhielt mich mit seltsamen Geschichtenerzählern.
War zuhause in New York, Helgoland und den 20er Jahren.
Ich glaube das machte mich seltsam.
Ich las und es wurde zu meiner Realität.
Ich verstand nicht das so viele Menschen
all das Leben aus den Büchern nicht sahen.
(Gut, vielleicht war in genug Büchern keins drin.)
Noch heute möchte ich Parties feiern wie in den Büchern.

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Ich

Ich
Poet, Vater und Bär
lebe weiter und werfe mich lächelnd
und mit traurigen Augen dem Alter entgegen.
Knabenblütenträume sind nicht mehr vorhanden
und das ist auch nicht weiter schlimm.
Ich esse und trinke und schlafe
und manchmal bin ich betrunken.
Ich bestehe aus Blut, Gedärmen und Gedanken.
(Und manchmal bin ich angefüllt von Insekten.)
Ich sehe die Sonne, den Straßenstaub
und die Menschen dazwischen sich quälen.
Ich sehe die Schönheit der Menschen
und versuche keinen Unterschied zu machen.
Ich bin voller Lust und Phantasien
in denen ich dich an die Wand drücke und beherrsche.
(Wenn du es magst.)
(Und manchmal bin ich auch seltsam keusch.)
Oft bin ich blödsinnig geistesabwesend.
Ich bin heilig und du bist es auch.
Ich fühle auch mein weibliches Ich.
Und manchmal bin ich einsam in diesem Zimmer.
Ich sehe auf aus dem Fenster auf den Hinterhof.
Ich
Poet, Vater und Bär
lebe weiter und werfe mich lächelnd
und mit traurigen Augen dem Alter entgegen.

Blut

Sie lag vor ihm
auf dem Tisch.
Das Blut der beiden
auf ihrem Bauch.

Beide hatten
stundenlang
geschrien und sich
geschlagen.

Überall lagen
Rosen verstreut.
Sie atmeten schwer.
Keuchten.

Lachen
Sex
Kotzen
und Blut.

An diesem
Abend
schliefen sie
schnell ein.