Pessimistisches Epigramm

Sie gingen aus; vermählten sich.
Sie kehrten heim und quälten sich.

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Geborgen.

Vor deinem Bett liegen
und sich keine Sorgen machen
denn ich sehe eh nichts und
begebe mich in deine Obhut.
Ich weiß, hier kann ich
nicht immer bleiben.
Nackt. Blind. In deiner Obhut.
Ich muss auch für mich leben.
Aber manchmal ist es schön
nichts zu denken.
Alles jemanden zu überlassen.
Wenn auch für kurze Zeit.
Deswegen liege ich vor deinem Bett.
Mache mir keine Sorgen,
denn ich sehe eh nichts und
begebe mich in deine Obhut.

So etwas wie ertrinken

Einsam im Meer ertrinken.
Deine Worte sind zu leise.
Die Gefühle im Rausch erschlagen.
Die ersehnte Sonne verbrennt dich.
Nicht einmal Terpetin ist eine Lösung.
Du rufst nach Hilfe.
Aber das geht unter in dem Lärm.
Dein Körper brüllt.
Doch die anderen hören dich nicht.
Du kommst nicht raus.
Doch immer wieder aufstehen
ist schon etwas. Erzähle!
Das hilft vielleicht nicht.
Und doch swingt es mehr.
Und dein Körper wird entspannen.

Keine Angst

Es gibt gute Geschichten und Gedichte.
Menschen die dich verstehen.
Körper die gut riechen und dir wohlgesinnt sind.
Es gibt Kraken und Igel und Faultiere.
Es gibt erwachen und sich versenken.
Es gibt die Erkenntnis das man genau reicht.
Es gibt den Kampf und Kampfgenossen.
Es gibt Entdeckungen am anderen Körper.
Du musst nicht einmal dran glauben

(Aber Käsekuchen möchte ich immer noch essen mit dir.)

Angst

Ich könnte versuchen es zu erklären.
Ich könnte versuchen es zu verstecken.
Könnte versuchen es in feine Bilder zu verpacken.
(Wie einen stinkenden Fisch)
Ich könnte es verleugnen.
Ich könnte dran arbeiten.
Könnte es optimieren und bezahlbar machen.
Könnte an sie glauben.
Nicht so viel drüber nachdenken.

(Nur hoffe ich einmal mit dir Käsekuchen zu essen.)

Sonett

Vogelgesang durch das geöffnete Fenster.
Regen macht die Luft leicht.
Im Zimmer immer noch Chaos.
Die Zeit dreht ihre Runden so wie immer.

Wieder hat das Treffen nicht funktioniert.
Unsere Weltsichten passen nicht.
Wir wenden unsere Körper ab voneinander.
Wieder scheint alleine sein die einzige Option.

Ich betrachte meinen Körper im Spiegel.
Sehe seine Schwächen und Unebenheiten.
Auch denke ich zuviel nach.

Ich denke an dich und wünschte ich würde dich lieben.
So funktioniert das aber nicht.
Und so lausche ich dem Vogelgesang durch das Fenster.

Eine Beleidigung

Das Herz jagt und fordert seinen Lohn.
Es will was es will und besteht darauf.
Mit Hilfe der Libido welche es antreibt.
Sie sagte “Freu dich dessen!“
Und ich sagte: „Warum?“

Sie war beleidigt weil ich ihr nicht recht gab.
Und ich weiß das sie Recht hat. Ich weiß das.
Unbekannte Größen die ich bewältigen kann.
Sie sagte: „Liebe mich.“
Und ich sagte: „Warum?“

Und ich saß da. Freudlos und verängstigt.
Und für sie war das die größte Frechheit.
Wie konnte ich nicht an Liebe glauben?
Sie sagte: „Was soll das?“
Und ich sagte: “Ich habe Angst.“