4Uhr Morgens

In dieser Zeit,
mitten in der Nacht,
verwahrlost und durstig,
müde verwirrt und voller Scham.
geil und impotent,
wartend auf den Schlaf oder den Morgen
oder den Tod oder die Erlösung
oder einfach nur einen Satz.
Ein paar Worte die noch
hervorkommen aus der Lawine,
dem Chaos der Bilder und Gefühlen
und Meinungen und dem
Blut der Verzweiflung über den Tod.

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Müde Knochen

Den ganzen Tag zu schlafen,
erzeugt eine seltsame Art
von aus der Welt fallen und
gar nicht mehr richtig wirklich
sein als Person. Du gehst
nach draußen wo all die
Menschen feiern und etwas
vorhaben und es geht dich
nichts an. Du isst, trinkst
und gehst aufs Klo und
„die Welt“ macht weiter.
Ohne dich. Dein Kopf
dreht sich, du versuchst
es mit Fernsehen. Du
spürst das Sterben.
Auch da hilft nur, es
durchzustehen. Schlaf
weiter. Versuch es morgen
wieder.