Geborgen.

Vor deinem Bett liegen
und sich keine Sorgen machen
denn ich sehe eh nichts und
begebe mich in deine Obhut.
Ich weiß, hier kann ich
nicht immer bleiben.
Nackt. Blind. In deiner Obhut.
Ich muss auch für mich leben.
Aber manchmal ist es schön
nichts zu denken.
Alles jemanden zu überlassen.
Wenn auch für kurze Zeit.
Deswegen liege ich vor deinem Bett.
Mache mir keine Sorgen,
denn ich sehe eh nichts und
begebe mich in deine Obhut.
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Bei der Betrachtung eines Mannes

Da sind seine Arme.
Auch dazu da zu umarmen.
Da ist seine Brust.
An der er deinen Kopf betten kann.
Da ist sein Mund.
Er kann reden und küssen.
Sein Bauch
sehnt sich nach deinen Händen.
Da ist sein Penis.
Er kann Teil eines Zusammenspieles sein.
Alles zusammen ist scheu.
Alles zusammen weiß nicht
was er sagen soll um dir nahe zu sein.

Angst vor dem Körper

Dein Mund, deine Beine und dein Augen.
Dein Körper und dein Geruch.
Deine Bewegungen. Berühren.
Alle Grenzen schwimmen weg mit dir.
Jetzt bin ich ehrlich. Jetzt.
Wir sind wir.
Körper, Gefühle und Geschlechter verschmelzen.
Lösen sich nicht auf.
Küss mich. Breche meine Barrieren.
Ich hab angst vor mir.

Berühren

Sie genossen einander mit allen Sinnen
und waren so ohne Worte. Sie küssten
einander die Brustwarzen und saugten auf ihrer Haut
als ob sie auf Blut stoßen wollten.
Ihre Augen sahen ineinander.
Sie lächelten.
Rochen die Gerüche ihrer Sexualität.
Flossen ineinander.
Sie erfüllten, was sie auf der Strasse einander
versprochen hatten.

Gedankengebilde

Dein Körper ist nur in meinem Kopf.
Meine Gedanken fahren deinen Rücken herunter.
Hören deinen Atem und riechen deine Haare.
Erfassen alle Täler und Berge.
Schmecken das leicht salzige deiner Haut.
Ich erdichte deine Worte.
Höre sie. Sehe deinen Nacken der sich beugt.
Fast meine ich ihn greifen zu können.
Ich lecke meine Lippen und lächel.

Hilfe

Ich möchte in dich
hineinkriechen.
Dich bewohnen. Dein
Körper bietet mir Schutz,
wo ich schutzlos bin.
Nimm mich in dich auf.
Manchmal sind wir eben
nicht auf einer Ebene.
Und doch sehen wir uns
in die Augen ohne uns zu
strecken oder zu bücken.
Da draußen tut alles weh.
Mein Körper mag mich nicht.
Leih mir deinen… Nein!
Zeig mir meinen mit deinen
Händen, Augen und deinem Mund.
Hör mir zu. Ich weiß nämlich
wieder mal nicht was ich sagen soll.

Sehnsucht

Manchmal kommt sie
wieder, ohne das du
sie riefst. Alles
hattest du dir so
einfach gedacht.
Du wolltest ohne sie
leben. Dein Körper
braucht sie nicht.
Kommt wunderbar ohne
sie zurecht. Das sie
da ist stört dich.
Sie wird dich treiben.
Das weißt du.
Du kannst dich nicht
wehren. Verhasstes
Gift. Sie sagen
„Gib dich hin,
sie ist wundervoll!“
Du hast Angst vor ihrer
Strenge.

Gefährliche Gegend

Wenn da noch nichts ist
und du schon Angst bekommst
vor dir selber und die
Aufgabe zu groß erscheint.
Du tastest dich nach vorn.
Schlüpfst in deinen Körper.
(Der dir noch nicht ganz passt.)
Atmest und versuchst zu folgen.
Es scheint als sein es
überall gefährlich. Alles
kann falsch sein. Und doch
ist es nur dein Körper.