Die Liebenden

Stundenlang gesprochen.
Ein Wort folgte dem anderen.
Er dachte es wäre geklärt.
Nun sehen sie sich in die Augen.

Immer der gleiche Punkt.
Mann kann nicht immer
glücklich sein. Er dachte
es wäre jetzt klar.

Sie verstehen einander nicht.
Alles andere ist verschwunden.
Sie stehen sich gegenüber.
Und schweigen erstmal.

Keine Schläge, aber
Schreie. Kein Hass,
aber Unverständnis.
Sehr weit weg.

Vielleicht sollten sie
schlafen gehen. Sollten
sich beruhigen. Vielleicht
ist das alles nicht wichtig.

Zeit besiegt die Liebe
immer. Alles fließt
davon. Morgen liegen
sie sich wieder in den Armen.

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Unordnung und eigenes Leid.

„Warum weint denn der?“, fragte der 6jährige. „Hmm, schwer zu erklären.“, stammelte ich.

Deprie saß in einer Ecke von mir, und weinte so leise, das man es überall hören konnte. „Hmm, der sagt auch nichts.“ Das war die 14jährige. „Tja“, seufzte ich. Ich fragte mich grad was ich tun soll. „Wie soll man dem dann helfen?“ „Ich weiß, mehr Bier!!“ „Quatsch!“ „Wieso denn nicht?“ „Weil es mitten am Tag ist.“ „Pff, ja und?“ „Seit doch mal still bitte!“ Ich weiß nicht genau wer da redete, aber sie machten mich nervös.

„Der ist aber häufig hier, in letzter Zeit.“ „Der nervt!“ „Ach Kleiner, der kann da auch nichts für.“ „Der nervt trotzdem. Und nenn mich nicht Kleiner..“ Der 6 Jährige mochte das nämlich nicht. Niedlich war auch so ein Wort.

„Hmm, Kiffen vieleicht?“ „Halt die Fresse, Drogie“ Eine Schlägerei entstand, die nur schwer zu beenden war.

Allmählich kam alles in Aufruhr, der 4Jährige fing an zu weinen. Er erträgt es nicht, wenn zuviel Streiterei ist.

Ich nahm ihn in den Arm, und wir warteten bis es vorbei war.