Zuviel

Zuviel Fernsehen.
Zuviel Information.
Zuviel Lautstärke.
Zuviel Geschichte.
Zuviel Körper.
Zuviel schlechtes Essen.
Zuviel schlechte Gedanken.
Zuviel Vorschriften.
Zuviel Männer.
Zuviel Frauen.
Zuviel Meinungen.
Zuviel Menschen.
Zuviel Internet.
Zuviel Dreck.
Zuviel Sauberkeit.
Zuviel Gefühle.
Zuviel Schmerz.
Zuviel Nichts.

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Es gibt Tage

Du gehst raus und die Sonne scheint
und da gibt es nichts was du sonst tun kannst.
Und das Geld reicht wieder nicht, du
versuchst es zu schaffen.
Du verhungerst nicht und der Sonnenuntergang
ist tatsächlich immer noch kostenlos.
Du liest die Strasse
wie einen sentimentalen Roman.
Siehst du einen Baum oder hörst du
eine Krähe schreien ist es ein Koan.
Erzähl deine Geschichte, verteidige deinen Raum.
Es gab Tage.

Auch das kennt jeder

Manchmal ist dir
nicht zu helfen.
Der Spaß bleibt
unsichtbar.
Manchmal knacken
alle Gelenke.
Der Schlaf macht
nur noch müder.
Manchmal ist das
Leben furchtbar.
Alles was du hast
sind Phrasen.
Manchmal schmerzen
die Augen wegen der
Realität. Vom Gehirn
ganz zu schweigen.
Du weißt es hört
auch wieder auf.
Es ist ja nichts
als die Stadt und der Tod.
Aber manchmal bist
du eben Untröstlich.
Da hilft nichts als
Geduld.

Stillstand

Manchmal gefällt
mir auch der Gedanke,
um mein Leben
zu schreiben.

Nur geht das
meist schief.

Ich renne mir
an offenen Türen
den Kopf ein.
Der Weg ist klar.

Und einiges muss
einfach ertragen werden.

Alles ist Grau.
und das liegt nicht
am Herbst. Nicht
an dem Tod.

Die Sonne ist
immer da.

Es wäre schön
jetzt etwas aufmunterndes
zu schreiben.
Aber es geht nicht.

Und alles fühlt
sich an wie tot.