Was ich sehe.

Ich suche nicht nach einer Wahrheit.
Ich schreibe auf was ich sehe.
Ich sehe Menschen die sich ihre Haut aufschneiden.
Sehe das Blut fließen. Rot und ungeheuer.
Menschen die geschlagen werden
von anderen Menschen die das für Liebe halten.
Ich sehe große rosa brennende Sonnenuntergänge.
Menschen die zwischen ihren Extremen verzweifeln.
Nach Liebe suchen und gerade gut zum Ficken befunden werden.
Menschen die nach Schmerz suchen um den Schmerz zu betäuben.
Weiße unglaubliche Lilien die untergehen.
Die wunderschöne reine Zärtlichkeit des Rausches.
Höre die Strophen der Internationale.
Sehe den Mond zu dem wir beten.
Den angstvollen Hass aus schlechten Ideen heraus.
Ich höre von Bomben und Mord.
Sehe in mir die Atompilze.
Spüre die Erdenschwere. Die Ohrfeigen des Lebens.
Höre noch nachts das unterirdische Brummen der Autos.
Ich spüre die Sehnsucht zu besitzen und besessen zu werden.
Spüre die Angst und die Sehnsucht in anderen.
Trinke mein Glas leer und fülle es erneut.

Werbeanzeigen

Atmen

Du atmest ein.
Gedanken fallen fort.
Körper strafft dich.
Du atmest aus.
Du atmest ein.
Du bist bei dir.
Du kommst ihnen näher.
Du atmest aus.
Du atmest aus.
Du wirst müde.
Du wirst wach.
Du atmest aus.
Du atmest ein.
Du gehst aus der Welt.
Du betrittst die Welt.
Du atmest aus.
Du atmest ein.
Du bist Körper.
Du bist kein Körper.
Du atmest aus.

Selbstgespräch

Hallo Welt, wie geht es dir?
Mir gehts ganz gut.
Welt, es gibt da einiges was ich nicht verstehe.
Kann sein das ich naiv bin
Ich glaube an Götter und Bilder.
Ich war immer gerne betrunken.
Ich glaube das ich Körper mag, aber keinen Sex.
Welt, ich glaube ich verstehe mein Geschlecht nicht.
Ich würde gerne mehr lieben.
Da draußen, die Menschen, sind zu laut.
Aber ich schätze ich bin nicht besser.
Nur mir ist es zu viel.
Die Liebe und der Hass.
Das Rennen und was sie alle zu besprechen haben.
Ich weiß von alledem nichts.
Ich fühle mich nicht von dieser Welt.
Ich rühme mich nicht, es ist nur ein Gefühl.
Alles was ich hier beschreiben könnte wisst ihr eh schon.
Die Ungeduld die als Lebenshunger getarnt ist.
Das Geld. Mehr brauch ich nicht zu sagen.
Da draußen sterben Menschen.
Welt, ich kann es nicht ändern,
ich mag das nicht.
Ich bin jeden Tag jemand anderes.

Sonnenblumen, Katzen, Elefanten

Eine Sonnenblume
auf dem spitzen Hut des
Bürgers. Ein Nachmittag
mit Katze und Maus.

Eine Berührung von
zwei Körpern die zur
Lust führt. Ein Abend
für zwei Menschen.

Eine Welt in der
das meiste Falsch läuft.
Und es nichts zu nützen
scheint wenn man sich liebt.

Eine Welt, die ich auch
nicht verstehe.
Keine Lösungen.
Keine Nationen.

Ich versuche nur,
stark zu sein und
kein Arschloch. Und nun
genug große Worte.