Bonjour Tristesse oder so.

Für L. und Zelda

Ich führe ja auch ein spannendes und erfolgreiches Leben. –Im geheimen!

Ich schreibe spannende geheime Romane, treffe die richtigen Menschen und Entscheidungen. Gehe auf die richtigen Partys um die richtigen Drogen zu nehmen. (Seelig lächelnd schlafe ich jeden Morgen ein.) Keine Ängste, keine Sorgen, keine Fehler.
Wie gesagt mir gelingt alles. -Im geheimen!
Aber im Ernst. Kennen sie diese Tage in denen man überlegt was für ein Leben man führen könnte? Blöd ich weiß. Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum! Pff. Witzlos, ehrlich.
Es hat was mit den Werbebildern zu tun. Aber nicht ganz. Ich denke mir auch das ich in dem Leben welches ich mir erträume genauso unglücklich wäre. „Erfolg ist eine alte Zeitung die die Bleeker Street runterweht.“, hat Jack Kerouac einmal gesagt. Wohl wahr. Ich hab meine Lektionen gelernt, meine Bücher gelesen. Es ist auch nicht das… es ist…ich weiß es nicht. Ich bin traurig, alleine. Ich bin unzufrieden. Nein kein Mitleid nötig, sie werden ihre eigenen Sorgen haben. Größere. Ich kenne alle die Geschichten die mich sagen lassen: „Mir gehts gut im Gegensatz dazu.“ Ich bin gesund. (Naja so gesund man sein kann.) Ich verhungere nicht. Ich habe sogar Familie! Und zwar eine die funktioniert! (Was man daran sehen kann das wir uns anbrüllen und 10 Minuten später lachen wir wieder zusammen und umarmen uns.)
„Trotzdem“, mault mein innerer Dreijähriger. „Trotzdem“ , mault der der an alle verpassten Gelegenheiten denkt. (Und es gab eine Menge.) Ich könnte, sollte, würde.
Es gibt soviel zu tun. Soviel zu denken. Für mich. Für andere. Oder erleichtere ich auch nur irgendjemanden das Leben? Rette ich Flüchtlinge? Ändere ich die Situation der Menschen die überall auf der Welt gequält und ermordet werden?
Ich weiß das ich es nicht alleine erledigen kann. Ich weiß auch das dieser Text erst recht nichts ändert. Das ich einfach nur aufstehen muss… Wie gesagt sie werden ihre eigenen Sorgen haben. Alles das sind Erste Welt Probleme. Entschuldigen sie die Störung.
Schon morgen werde ich anders denken, vieleicht schon heute abend. Wenn meine Tochter schläft, ich im Bett liege und meinen Cider trinke und ich die restlichen Köttbullar esse.  Ja das Leben ist schön.
Nur manchmal eben- im Geheimen!

Advertisements

Free Pussyriot!

Da der Prozess vorbei ist, und trotz der Flucht eines Mitglieds, ist es ziemlich still geworden um Pussyriot. Auch von Femen hat man lange (zumindest nach Medienzeitrechnung) nichts mehr gehört/gesehen.

Höchste Zeit also nochmal zu erinnern an die ganze Situation.

Nachtrag 13.9.2012
Medwedjew fordert Freilassung von Pussy-Riot-Aktivistinnen

Goodwill Toward All Men And Machines

„Und lieg ich dereinst auf der Bahre

Dann gebt mir meine Guitarre

und legt sie mir mit ins Grab“ (D.Duck)

Jaa ich gebe es ja zu, ich bin so alt das ich noch mit den grandiosen Carl Barksübersetzungen von Erika Fuchs aufgewachsen bin. (Zumindest mit den Spätausläufern und Wiederholungen, sooo alt bin ich dann doch noch nicht.) Durch sie wurde ich, nicht nur, mit Schillern bekannt.

Warum mir erst so spät die Onlinecomicszene aufgefallen ist, weiß ich nicht. Eines Tages stieß ich auf den US-amerikanischen Webcomic „Questionable Content“ In ihm geht es, größtenteils, um Marten Reed, einen jungen Alternativrocknerd. (Früher hätte man ihn wohl Slacker genannt.) Zu Beginn der Serie ist er genervt in seinem Job und überlegt zu kündigen. So nach und nach kommen weitere Figuren dazu. (Darunter einige Roboter und Raumschiffe.) Menschen verlieben sich, Menschen trennen sich.

Ich verstehe zwar nur ca ein viertel der Alternativerockanspielungen und das ganze gleicht einer Soap-opera, aaber…  Ich mag die Figuren. Den Umgang zwischen ihnen. Große Kunst solltet ihr nicht erwarten, aber den Spass Menschen beim leben zuzusehen. Und das ist schon sehr viel.

Ich mag F.J.Wagner nicht!

Franz Josef Wagner ist jemand zu dem ich lieber nichts sage.

Meist ist das auch nicht nötig, vermehrt das doch bloß die Aufmerksamkeit. Die einzige Art mit ihm und der „Zeitung“ zu verfahren ist sie nicht zu lesen, die gefährlichen Meinungen der „kleinen Leute“ bekommt man auch so mit. (Womit ich nichts gegen den Bild-Blog und andere Medienbeobachter gesagt haben will!)

Ich verweise hier also nur kurz auf das Kotzende Einhorn, den ich aber auch sonst sehr empfehle! (Schon weil er  ein Fan von Pete & Pete ist.)

 

Ganz, ganz langsam

Ich bin ja ein alter, verschlafener Brummbär, deswegen ist aus mir auch nicht recht was geworden. Das diese Lebensweise einige Freunde hat ist ja bekannt. Das es seine Grenzen haben kann auch, besonders wenn es zur „Trägheit des Herzens“ wird.

Knarf Rellöm, ein Musiker den ich sehr schätze, hat zu dem Thema Langsamkeit/Faulheit ein schönes Lied geschrieben. Mit Rolf Dieter Brinkmann-Zitat und Bob Dylan Erwähnung. Und „Ich finde die Welt nicht so schick/Das beruht auf Gegenseitigkeit.“ könnte glatt eines meiner Lebensmotti werden sein.

Tiger mit Gabeln und Servietten

Bild

Seit wann, und warum ich Monty Python Fan bin werde ich wohl ein anderes mal erzählen.

Sehr gemocht habe ich  immer ihre Musikeinlagen. Sowas wie das hier:

http://www.youtube.com/watch?v=sor9GzivGbk

(Beste Kapitalismuskritik der 60/70er übrigens.)

Geschrieben hat diese Musik (neben dem rührigen Eric Idle) häufig auch Neil Innes. Dieser war Gründungsmitglied der (atemhol) Bonzo Dog Doo-Dah Band.

Diese hat schon beim Monty Python Vorgänger „Do not adjust your Set“ die, meist herrlich durchgeknallte Musik gemacht. Später kamen dann viele Erfolge und Abstürze und Reunions.

http://en.wikipedia.org/wiki/Bonzo_Dog_Doo-Dah_Band

Warum ich euch das alles mitteile?

Ganz einfach: Weil sie brillianten Nonsense gemacht haben! Und guter Nonsense ist so selten. (Verfällt in trüber Stimmung, hört die Bonzo Dog Doo-Dah Band und erholt sich wieder.)

Mein Favorit ist ja das hier:

http://www.youtube.com/watch?v=cS4vUaNQKHk

 

Als Gauck Bundespräsident wurde war ja viel von „Freiheit“ die Rede. Ich dachte bei diesem Wort immer an Tucholsky der empfahl bei Freiheit immer mitzudenken: „Freiheit wovon?“. Nicht das ich was gegen Freiheit habe oder sie geringschätzen würde, aber ich denke man sollte sich immer auch anschauen was gemeint ist.
Arte hat jetzt einen schönen Kurzfilm ins Netz gestellt. Ist nur sieben Tage drin also schnell schauen.
Außerdem passt er gut zu dem Titel dieses Blogs.

Eine Minute Freiheit – videos.arte.tv.