In der Dämmerung
sitzen Menschen und reden.
Ein Sommerabend.

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Das was ich will

All das was ich esse und trinke.
Alles das was durch meinen Körper geht.
All die Gedanken, Nährstoffe und Gefühle.
All das möchte ich teilen.
Ich bin nicht besser als ihr.
Natürlich nicht.
Ich sehe euch.
Auch wenn ich immer übertreibe.
Mein Körper, lange missachtet von mir.
Meine Worte die meist keinen Sinn ergeben.
Meine Lust zu schüchtern vertreten.
All das möchte ich teilen mit euch.
Möchte reden und lachen mit euch.
Auf meine bescheidene Weise.

Die Sonne geht auf

Einer dieser sonnigen, genügsamen Morgen
an denen du merkst: Das Leben geht weiter.
Du machst nichts besonderes.
Vielleicht isst du ein billiges Wurstbrot.
Vielleicht räumst du auf. Vielleicht nicht.
Du erinnerst dich daran wie du gelebt hast.
Und das dieses Leben im Regen steckte.
Im frieren und arbeiten und im gehen.
Vielleicht bist du nichts besonderes.
Aber das ist manchmal eine Befreiung.
Du isst ein weiteres Brot. Trinkst Orangensaft.
Und schaust was noch passieren kann.

Weiterkommen

I
Wohin willst du gehen
und in welcher Zeitschrift steht das?
Was willst du sein
und wo kommen die Bilder her?
Und eigentlich reicht es einen Apfel zu essen.
Gelegentlich betrunken zu sein.
Nicht zu selten duschen.
Menschen kennenlernen.
Du brauchst keine Drachen zu töten.
Hab keine Angst.

II
Wohnzimmer
Küche
Schlafzimmer
Abendbrot
Heirat
Reihenhaus
Mietwohnung
Mittagessen
Panikattacke

III
In einem anderen Stadtteil trinken.
Nicht wissen wo man ist.
Das einfache Leben.
Sich dazu durchringen.
Erschrecke dich nicht.
Hab keinen Angst.
Schreib einen Roman.
Mach es gut.
Hab ein schönes Leben.

IV
Weder lachen
noch weinen.
Wie spät ist es?
Wer bist du?
Warum ich?
Die Taktlosigkeit des eigenen Lebens.
Wir werden alt sein.
Aber die Zeit vergeht schon heute.
Zuviel Worte.

V
Mehr sein als Literatur.
Mehr sein als seine Krankheit.
Mehr sein als Angst.
Mehr sein als Fehler.
Mehr sein als „Das wird alles schon wieder.“
Mehr sein als loslassen.
Mehr sein als das was man ist.
Mehr sein als einfach machen.
Mehr sein als seine Arroganz.
Mehr sein als seine Worte.
Mehr sein als seine Bücher.
Mehr sein als Kunst.
Nichts sein im guten Sinne.

VI
Verstummen wenn ein anderer eine andere Meinung hat
ist kindisch.
Es so wollen.
(Und doch anders.)
Und irgendwo wummert Musik
Und irgendwo sind Menschen.
Und irgendwo ist loslassen.
Und die Sonne scheint.
Weiter ist nichts.
Nichteinmal Vorwürfe.

Mein Zimmer

Ich lebe allein,
mit einem Glas Wasser
und einem Stück Brot.

Ich versuche in ruhe
meine Gedanken zu
ordnen.

Manchmal
denke ich das es
reichen müsste.

Zu essen und zu trinken
Aufräumen und duschen.
Lesen und verstehen.

Draußen scheint
die Sonne.
Das ist alles.