Die Stadt wird jetzt warm.
Menschen gehen wieder raus.
Frühlingserwachen.

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Bei der Betrachtung eines Mannes

Da sind seine Arme.
Auch dazu da zu umarmen.
Da ist seine Brust.
An der er deinen Kopf betten kann.
Da ist sein Mund.
Er kann reden und küssen.
Sein Bauch
sehnt sich nach deinen Händen.
Da ist sein Penis.
Er kann Teil eines Zusammenspieles sein.
Alles zusammen ist scheu.
Alles zusammen weiß nicht
was er sagen soll um dir nahe zu sein.

Hälfte des Lebens

Mit gelben Birnen hänget
Und voll mit wilden Rosen
Das Land in den See,
Ihr holden Schwäne,
Und trunken von Küssen
Tunkt ihr das Haupt
Ins heilignüchterne Wasser.
Weh mir, wo nehm ich, wenn
Es Winter ist, die Blumen, und wo
Den Sonnenschein
Und Schatten der Erde?
Die Mauern stehn
Sprachlos und kalt, im Winde
Klirren die Fahnen.

(Friedrich Hölderlin)

(Der Blogautor schenkt sich zum Geburtstag einen Fremdtext…)

In schimmernder Rüstung

Manchmal, in dunklen Nächten, der Gedanke an dich.
Wie du reinkommst. Wie eine Ritterin in weißer Rüstung.
Du erschlägst den Drachen und rettest mich.
Du befreist mich aus dem Turm in den ich mich sperrte.
Ich weiß das ich stark genug bin.
Morgen wache ich wieder auf.
Nur manchmal wäre es schön an dich zu denken.
In dunklen Nächten Lieder für dich zu singen.

Manifest

1. Pop war und ist auch immer ein Manifest. Nicht immer eins was man auch verstehen kann.
2. Dieser Text ergibt keinen Sinn. Aber das tut das Leben auch nicht.
3. Melancholie kann auch Spa̱ß machen.
4. „Sei immer blödsinnig geistesabwesend!“ (J.Kerouac)
5. Freundlichkeit ist wichtig.
6. Schreib auf was du zu sagen hast und sag was du schreiben willst.
7. Mach was du willst und denk dabei an andere.
8. So viele Bücher so wenig Zeit.
9. „Ich weiß es doch auch nicht.“ (Die Füxin)
10. Küsse und berühre!
11. Setze nicht zuviel Ausrufezeichen.
12.Genieße die Schönheit. Auch im Spiegel.
13.Rieche. Schmecke. Sei betrunken.
14. „Iß das Fleisch, das da ist! Spare nicht!“ (B.Brecht)
15. Traue niemanden der brüllt. Es sei denn er brüllt aus Schmerz.
16. Lies alles. Lass nichts aus.
17. Vertraue der Stille. Vertraue dem Nichts.
18. Tod der Lüge.
18. Hoch DADA. Hoch die Lettristische Internationale. Hoch dem Absurden. Hoch Bartelby. Hoch die Zartheit. Hoch dem Tod. Hoch die Höflichkeit. Hoch dem buddhistischem Lachen. Hoch der Depression. Hoch die Gefühle. Hoch du und ich. Hoch die Parkbank. Hoch die Sonne.

S-Bahnfahrt

Der betrunkene, stinkende Mann tätschelt mich
und wollte auch nur wissen was ich da lese.
Ich verstehe nicht was er mir wünscht und
gebe ihm die Hand zum Abschied.

Danach esse ich ein Sandwich und trinke Bier.
Es ist wieder mal bewölkt und bald regnet es.
Ich beobachte das und Menschen hasten vorbei.
Sie sind wie ich und ich wie sie.

In mir drin die verschiedensten Gedanken.
Die sich prügeln sich täglich.
Ich lache und weine darüber.
Und irgendetwas lächelt nur drüber.